Untersuchtes Gebiet
Als repräsentatives Untersuchungsgebiet
dient eine typische Agrarlandschaftt im Drachenfelser Ländchens
südlich von Bonn (Rhein-Sieg-Kreis an der Südgrenze
Nordrhein-Westfalens). Das Areal zeichnet sich durch Biotoptypen und
Nutzungsformen aus, wie sie in der Zivilisationslandschaft typisch
sind. So wechseln intensiv bewirtschaftete Acker- und
Grünlandflächen mit verinselten Mischwäldern ab,
unterbrochen von kleineren Ortschaften. Auf den Äckern erfolgt im
Wechsel der Anbau von Wintergetreide, Zuckerrüben und Mais. Ferner
kommt dem intensiven Obstanbau eine große Bedeutung zu.
Hier wurden 1988 drei Foliengewässer
neu angelegt. In der aktuellen Projektphase werden zwei natürliche
sowie die drei künstlich angelegten Kleingewässer untersucht.
Ihre Entfernungen zueinander betragen zwischen 275 und 1800 m.
Alle untersuchten Gewässer liegen in
Höhenlagen zwischen 230 m und 270 m ü. NN in der collinen
Stufe im Bereich des Oberwinterer Terrassen- und Hügellandes.
Dieses gehört naturräumlich zu den Rhein-Ahr-Terrassen des
Mittelrheingebietes. Der geologische Untergrund des Gebietes wird
geprägt von Lössaufwehungen und unterdevonischen Ton- und
Schluffsteinen. Aus ihnen sind unter dem Einfluss eines subatlantischen
Klimas (Jahresmittel ca. 8,5°C, Niederschläge im Lee der Eifel
etwa 600 mm) mäßig basenreiche Pseudogleye und
Pseudogley-Braunerden entstanden, die zur Stauwasserbildung neigen.
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